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Glossar

Wir werden oftmals auf die vielen Anglizismen, Abkürzungen und Fachbegriffe angesprochen. Wir bemühen uns um eine verständliche Sprache. Manche der Begriffe sind mittlerweile aber bereits so eingeführt, dass eine gute Übersetzung mitunter nicht leicht ist.

Mit diesem Glossar wollen wir einen kleinen Beitrag leisten, die Corporate Finance-Begriffswelt verständlicher zu machen.

 

Ad-hoc Mitteilung

Kursbeeinflussende Unternehmensmeldungen, die von Aktiengesellschaften im Rahmen von Ad-hoc Meldungen gemäß des § 15 des Wertpapierhandels-Gesetzes (WpHG) publiziert werden müssen, um eine gleichmäßige Informationsversorgung aller Marktteilnehmer zu gewährleisten. Der Emittent von Wertpapieren, der zum Handel an einer inländischen Börse zugelassen ist, muss unverzüglich eine Neuigkeit veröffentlichen, wenn sie sich auf die Vermögens- und Finanzlage auswirkt und geeignet ist, die Börsenpreise der Wertpapiere erheblich zu beeinflussen. Für den Inhalt der Meldungen ist das jeweilige Unternehmen verantwortlich.

ADR

ADR (American Depository Receipts). Von US-amerikanischen Banken ausgegebene Hinterlegungsscheine für nichtamerikanische Aktien. Sie werden anstelle der Aktien selbst an US-Börsen gehandelt.

Aktienindex

Ein Aktienindex ist eine Kennzahl zur Darstellung der Kursentwicklung oder Wertentwicklung des Aktienmarktes insgesamt oder einzelner Aktiengruppen. Aktienindizes bieten den Kapitalanlegern eine Orientierungshilfe für die Tendenz am Aktienmarkt. Das Verhalten eines Aktienkursindex wird durch die Kurse der im Index enthaltenen Aktien, sowie durch eine Gewichtung der Einzelwerte beeinflusst.

American Depositary Receipts (ADRs)

Von US-Banken ausgestellte handelbare Hinterlegungsscheine, die nicht US-amerikanische Aktien repräsentieren. ADRs dienen zur Erleichterung, Verbilligung und Beschleunigung des Handels an amerikanischen Börsen.

American Depository Receipts

zur Abkürzung wird "ADR" verwendet. Von US-amerikanischen Banken ausgegebene Hinterlegungsscheine für nichtamerikanische Aktien. Sie werden anstelle der Aktien selbst an US-Börsen gehandelt.

Amtlicher Handel

Auch: Amtlicher Markt. Er findet während der Präsenzbörse an den deutschen Wertpapierbörsen statt und wird von amtlichen Maklern abgewickelt, die ebenfalls die Kurse ermitteln. Eine Aktiengesellschaft muss hohe Eintrittsbarrieren überwinden, um zum amtlichen Handel zugelassen zu werden. So ist z.B. eine Mindestgröße des Aktienkapitals erforderlich. Ferner unterliegen die Aktiengesellschaften des amtlichen Handels strengen Publikationspflichten.

Anteilsschein

Verbriefen die Ansprüche der Anteilsinhaber gegenüber einem Unternehmen. Anteilsscheine haben keinen Nennwert, sondern lauten auf eine bestimmte Stückzahl Anteile.

Asset Backed Securities

Besondere Form verbriefter Zahlungsansprüche in Form von handelbaren Wertpapieren. Die entsprechenden Wertpapiere sind durch Restrukturierung bestimmter Finanzaktiva entstanden (Securitization).

Asset Deal

Erwerb der Firma durch Übernahme der Wirtschaftsgüter bzw. einzelner Wirtschaftsgüter eines Unternehmens. Siehe auch Share Deal.

Außerbörslicher Handel

Der außerbörsliche Handel, auch OTC-Handel genannt, bezeichnet finanzielle Transaktionen zwischen Finanzmarkt-Teilnehmern, die nicht über die Börse abgewickelt werden. OTC steht dabei für den englischen Begriff „Over The Counter”, was mit „über den Tresen” übersetzt werden kann. Dieser Handel findet außerhalb der offiziellen Handelszeiten einer Börse statt, i.d.R. als Telefonverkehr oder auf elektronischem Wege. Auch der außerbörsliche Handel unterliegt dem Wertpapierhandelsgesetz.

Auktionsverfahren

Typisches Verfahren beim Verkauf eines Unternehmens. Beim limitierten Auktionsverfahren werden eine überschaubare Anzahl potenzieller Finanz- und/oder strategischer Investoren eingeladen, zeitgleich Gebote abzugeben.